Niemals vergessen - Demokratie schützen
Februargedenken 1934
Montag, 13. Februar 2023, Beginn: 18 Uhr
Ort: Hugo-Breitner-Hof, Schönbergplatz, 1140 Wien
Hugo Breitner war von 1918 bis 1933 Mitglied des Wiener Gemeinderats und prägte in dieser Zeit das "Rote Wien" entscheidend mit. Mit den „Breitner-Steuern“, einer indirekten Luxussteuer, wurden die Wiener Gemeindebauten geschaffen, die Gesundheitsversorgung verbessert, die Kinder- und Jugendfürsorge ausgebaut, die Stadtbahn elektrifiziert und neue Parkanlagen angelegt. Von den politischen Gegnern der Sozialdemokratie wurde Breitner massiv für dieses Steuersystem angefeindet.
1932 und 1933 legte Hugo Breitner seine Funktionen als Stadtrat und Gemeindrat aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde am 12. Februar 1934 bei einem Besuch beim Bürgermeister im Rathaus verhaftet. Ihm wurde zur Last gelegt, dass er bei den Planungen des Aufstands vom 12. Februar beteiligt war und wurde vom austrofaschistischen Regime mehrere Wochen festgehalten.
Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war Breitner nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gezwungen, mit seiner Familie in die USA zu flüchten. Er starb 1946 kurz vor seiner geplanten Rückkehr nach Österreich in Kalifornien.
Programm:
Begrüßung: Gemeinderat Mag. Marcus Schober, Bildungssekretär der SPÖ Wien
Rede zum Februargedenken: Bürgermeister Dr. Michael Ludwig
Außerdem sprechen:
Landtagspräsident Ernst Woller, Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung
Dr. Alexander Wrabetz, Präsident des SK Rapid Wien
Dr. Gerald Netzl, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen
Amtsführender Stadtrat Mag. Jürgen Czernohorszky, Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Penzing
Rihab Toumi, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien
Musik: Gruppe Morgenrot
Die Veranstaltung wird auch live unter folgendem Veranstaltungslink http://extern.spw.at/februargedenken übertragen.
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