27.03.2026

Hamerlingpark wird zum Lore-Segal-Park

Lore Segal wurde 1928 in Wien geboren und musste als jüdisches Kind vor den Nationalsozialisten fliehen. Über einen Kindertransport gelang ihr die Flucht nach England, später lebte und arbeitete sie in den USA als Schriftstellerin. In ihren Werken setzte sie sich intensiv mit Themen wie Exil, Identität und Erinnerung auseinander und wurde zu einer wichtigen Stimme der österreichisch-jüdischen Literatur im Ausland.

Die Bezirksvertretung der Josefstadt hat die Umbenennung des Hamerlingparks in Lore-Segal-Park beschlossen. Damit setzt der Bezirk ein klares Zeichen für eine zeitgemäße Erinnerungskultur und die Sichtbarkeit von Frauen in der Geschichte.

Der bisherige Namensgeber Robert Hamerling steht für ein Weltbild des 19. Jahrhunderts, das aus heutiger Sicht kritisch zu bewerten ist. Die Umbenennung ist daher auch ein bewusster Schritt hin zu einer reflektierten und zeitgemäßen Erinnerungskultur.

Die Umbenennung geht auf einen Vorschlag der überparteilichen Frauengruppe der Josefstadt zurück, der auch Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Dr.in Eva Krennbauer angehört. Wir haben uns in der Josefstadt gemeinsam mit anderen Fraktionen für diesen Schritt eingesetzt und ihn in der Bezirksvertretung beschlossen.

„Mit der Umbenennung setzen wir ein wichtiges Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur in unserem Bezirk. Lore Segals Lebensgeschichte steht exemplarisch für viele Biografien, die durch Vertreibung und Exil geprägt wurden und die wir sichtbar machen wollen“, so Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Dr.in Eva Krennbauer.

Mit der Benennung eines zentralen Parks nach Lore Segal wird nicht nur an ihr Leben und Werk erinnert, sondern auch ein Beitrag dazu geleistet, Frauen in der öffentlichen Erinnerung sichtbarer zu machen und die Geschichte der Vertreibung und des Exils wachzuhalten.

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